Bøgildgård – 40 Jahre DanBred-Eberversuchsstation


Über DanBred

Am 1. Februar feiert die DanBred-Eberversuchsstation Bøgildgård in Dänemark ihr vierzigjähriges Bestehen. Bøgildgård hat in den letzten 40 Jahren maßgeblich zur DanBred-Genetik und damit zur Nachhaltigkeit der Schweineproduktion beigetragen.

Im Jahr 1981 wurde Bøgildgård in Oustruplund in der Nähe der jütländischen Stadt Kjellerup gegründet. Die Station wurde vom Verband der dänischen genossenschaftlichen Speckfabriken gegründet, mit dem Ziel einer wirtschaftlicheren Zucht von Tieren mit starkem Tageszuwachs, guter Futterverwertung und hoher Schlachtkörperqualität. Damals erhielten die Eberversuchsstation Bøgildgård und fünf weitere Versuchsstationen 30 kg schwere Schweine aus über hundert Zuchtherden, und seither prägen die in der Versuchsstation verbesserten Zuchtmerkmale die moderne nachhaltige Produktion.

 

Erweiterung von Bøgildgård

Im Jahr 1989 wurde beschlossen, Bøgildgård durch den Bau eines Bereichs mit kontrollierter Umgebung zu erweitern, um eine höhere Einheitlichkeit im Versuchssystem zu gewährleisten. Die 30-kg-Schweine aus den Zuchtherden konnten sehr unterschiedlich sein. Würden die Schweine stattdessen mit 7 kg aufgenommen, dann wären noch bessere Daten gewährleistet. Um die Qualität der von den Schweinen gewonnenen Daten zu erhöhen, sollte die gesamte Datenerfassung auf Bøgildgård stattfinden. Deshalb wurden die fünf anderen Versuchsstationen abgebaut.

 

Von Wurfgeschwistern zu elektronischen Fütterungsgeräten

Bis 1992 wurden in jeder Box nur zwei Eber aus dem gleichen Wurf untergebracht. Hier wurde als Grundlage zur Berechnung des Zuchtindexes ihr durchschnittlicher Futterverbrauch erfasst. Das änderte sich, als elektronische Fütterungsgeräte installiert wurden.

„Im Jahr 1992 haben wir elektronische Fütterungsgeräte installiert, welche die Futteraufnahme der einzelnen Tiere messen. Das sorgte für die präzise Erfassung, die wir heute noch haben, und 2014 wurden neue Fütterungsgeräte installiert“, sagt Anders Vernersen, Leiter von SEGES Breeding & Genetics, das im DanBred-Programm für Forschung und Entwicklung zuständig ist.

Da die neuen elektronischen Fütterungsgeräte eine individuelle Messung der Schweine ermöglichten, konnten nun zwölf und später vierzehn Schweine statt nur zwei Eber pro Box gehalten werden. Daraufhin wurde die Anzahl der Boxen von 896 Boxenplätzen auf 1536 Boxenplätze erweitert.

„Bøgildgård hat maßgeblich zur genetischen Verbesserung bei der Futterverwertung beigetragen, weil wir die Futterverwertung und Futteraufnahme vieler Eber jährlich genau messen können. Auf Bøgildgård sind also andere Merkmale messbar als in den Kernherden. Wir kennen den tatsächlichen Futterverbrauch der Schweine auf Bøgildgård. Aus den Zusammenhängen zwischen Futterverwertung, Tageszuwachs und Muskelfleischanteil können wir Erkenntnisse über die Futterverwertung der Tieren ableiten. Deren Tageszuwächse und der Muskelfleischanteil werden in den DanBred-Kernherden mit Herden-Leistungsprüfmethoden gemessen“, sagt Anders Vernersen.

 

Die besten Eber für die künstliche Besamung

Jørgen Hoberg gehört zu dem Team, das sich um die Schweine auf Bøgildgård kümmert. Er begann vor vierzig Jahren in der Eberversuchsstation zu arbeiten, als diese gegründet wurde. So erlebte er aus erster Hand den Aufbau der Abteilung mit kontrollierter Umgebung und die Technologisierung von Bøgildgård.

„Auf Bølgildgård werden alle Eber gleich behandelt. Das ist eine unserer Stärken hier auf der Eberversuchsstation. Wir handhaben das nach dem gleichen Konzept wie schon 1992. Wir erfassen die Futterverwertung der einzelnen Tiere ohne Berücksichtigung der Vorfahren des Ebers oder aus welcher DanBred-Kernherde er stammt. Folglich sind die Daten stimmig“, sagt er.

Anfangs mussten die Daten von Hand erfasst werden. Heute fließen die Daten direkt an das System und in die DanBred-Datenbank, wo sie zur Berechnung des DanBred-Indexes und damit zur Suche nach den Ebern mit dem besten genetischen Potenzial genutzt werden. Diese Eber werden dann zu den künstlichen Besamungsstationen geschickt. Im letzten Jahr wurde das PRRS-Virus auf Bøgildgård ausgemerzt. Daher wird erwartet, dass etwas mehr als hundert der leistungsgeprüften Eber an künstliche Besamungsstationen außerhalb Dänemarks exportiert werden können – also von jetzt an jeden Monat hundert Hochleistungseber.

„Wir erhalten 144 Eber pro Woche, das entspricht 7500 leistungsgeprüften Ebern pro Jahr. Anhand des DanBred-Indexes werden die besten Eber für die Zucht und Vermehrung im DanBred-System ausgewählt und zu einer künstlichen Besamungsstation in Dänemark geschickt. Die restlichen der besten Eber werden in andere Länder verkauft und einige wenige geschlachtet“, sagt Jørgen Hoberg.

 

Die Zukunft einer nachhaltigen Produktion

Bøgildgård fördert die nachhaltige Produktion, da das DanBred-Programm systematisch Zuchtkandidaten mit der besten Futterverwertung, den höchsten Tageszuwächsen und der gewünschten Schlachtkörperqualität auswählt.

„Dass wir Bøgildgård haben und daher wichtige Merkmale wie Tageszuwächse, Futterverwertung, Magerfleischanteil und Schlachtkörperqualität erfassen und züchten können, war für unsere Zucht entscheidend. Das, unter anderem, hat das DanBred-System zum besten der Welt gemacht“, sagt Anders Vernersen.

Jørgen Hoberg stimmt zu: „Die Futterverwertung hat sich deutlich verbessert. Seit wir 1992 mit der Erfassung der Futterverwertung einzelner Eber begannen, ist der Futterverbrauch von DanBred Duroc um 0,5 Futtereinheiten pro Kilogramm Tageszuwachs gesunken. Gleichzeitig sind die Tageszuwächse gestiegen, und heute erreicht ein DanBred-Eber im Durchschnitt sein gewünschtes Schlachtgewicht zehn Tage früher als vor zwanzig Jahren.“

Anders Vernersen geht davon aus, dass der Trend zu nachhaltiger Züchtung künftig anhalten wird. Während der letzten vier Jahrzehnte hat Bøgildgård viele F&E-Projekte beherbergt. Gerade hat in der Eberversuchsstation ein neues Forschungsprojekt begonnen, um die Methode der metabolomischen Selektion so weiterzuentwickeln, dass sie von DanBred in der Zucht angewendet werden kann.

„Wir bemühen uns ständig um die Entwicklung neuer Methoden und Technologien, welche die künftigen DanBred-Zuchttiere verbessern und damit die Produktion von Schweinen und Lebensmitteln klimaneutraler machen. Mithilfe der metabolomischen Selektion werden wir Metaboliten in Blutproben eines Schweins analysieren können, um Zuchttiere mit guter Futterverwertung oder einer bestimmten Fleischqualität zu finden“, sagt Anders Vernersen. „Diese neuartige Methode reduziert den Futterverbrauch und kann somit die CO₂-Emissionen potenziell jährlich um das Äquivalent von 150.000 Tonnen CO₂ senken.“

 

Messung der Futteraufnahme auf Bøgildgård

Die Installation elektronischer Fütterungsgeräte im Jahr 1992 ermöglichte die elektronische Einzelmessung der Eber. Im Jahr 2014 wurden sie durch neue elektronische Fütterungsgeräte ersetzt.

Eine Antenne im Fütterungsgerät erkennt, welcher Eber gerade frisst. Der Futtertrog wird vor und nach der Futteraufnahme des Schweins gewogen, und die Differenz ergibt die Menge des verbrauchten Futters. Die Eber haben freien Zugang zu den Fütterungsgeräten, und einige Eber nutzen sie mehr als hundertmal am Tag.

 





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